Stadt Hanau geht mit gutem Beispiel voran: Hanau-Ticket für alle Mitarbeitenden (17.05.2021 15:00 Uhr)

Je mehr mitmachen, desto besser für alle: Als wichtige Säule für den Gesundheitsschutz in der Corona-Pandemie und ebenso als Eintrittskarte in den Hanauer Handel gibt es seit einer Woche das Hanau-Ticket. „Damit bringen wir ein Stück weit Normalität ins Leben der Menschen zurück. Um zu zeigen, wie einfach und sicher das Hanau-Ticket funktioniert, geht die Unternehmung Stadt voran und ermöglicht allen rund 4.000 Mitarbeitenden den direkten Zugang“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky.
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Im Rathaus können sich die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und der städtischen Gesellschaften im Rahmen der verpflichtenden Mitarbeitertests in der ehemaligen Kantine testen lassen. Im Anschluss an den negativen Test wird den Mitarbeitenden ab sofort direkt das Hanau-Ticket als QR-Code mit der DAICY-App aufs Smartphone gespielt. Wer kein Smartphone hat, bekommt den Hanau-Ticket-QR-Code als Ausdruck – so, wie es in allen anderen Hanauer Testzentren auch funktioniert. Kaminsky: „Wir bieten mit dem verpflichtenden Testangebot so einen zusätzlichen Nutzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist ein schöner Bonus für die Beschäftigten, und wir hoffen, dass auch andere Hanauer Unternehmen diesem Beispiel folgen.“ Firmen, die Interesse an diesem Modell haben, können sich direkt mit dem Hanauer Hygiene-Team in Verbindung setzen (hygiene-corona@hanau.de). Voraussetzung ist eine professionelle Testung durch geschultes Personal, Selbsttests reichen nicht aus. Pro Test fallen 0,60 Euro Gebühr an, die für teilnehmende Firmen in den ersten drei Monaten entfallen und vom Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau übernommen werden, die das Hanau-Ticket als Pilotprojekt ins Leben gerufen haben.

„Als Stadt sind wir einer der größten Arbeitgeber in Hanau. Ich sehe es als meine und unsere Pflicht an, nicht nur Gesetze zu erfüllen und Maßnahmen vorzuschlagen, sondern diese auch vorzuleben. Mein Ansporn ist es, neue Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die den Hanauerinnen und Hanauern ganz konkret nutzen. Zu einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung gehören Bürgerinnen und Bürger, die gut und gerne in Hanau leben sowie Unternehmen, die sich bei uns gut aufgehoben fühlen – so, wie ihre Mitarbeitenden“, so Kaminsky.

In der dynamischen Pandemie hat die Stadt gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis vergangene Woche das Pilotprojekt „Hanau-Ticket“ gestartet. Das Prinzip: Bürger*innen lassen sich testen, bekommen das negative Corona-Testergebnis über die kostenlose DAICY-App als Hanau-Ticket aufs Smartphone geschickt und können im Wunsch-Geschäft komfortabel einchecken. Bei einem positiven Test wird das Kreis-Gesundheitsamt informiert, so hilft die DAICY-App auch maßgeblich dabei, Infektionsketten schnell zu durchbrechen oder sie einfacher nachverfolgen zu können. „Wer sie nutzt, trägt dazu bei, unser Gesundheitssystem zu entlasten. Dazu wollen wir natürlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermuntern, deshalb bekommen sie das Hanau-Ticket jetzt ohne Mehraufwand“, ordnet Kaminsky ein.

„Corona stellt uns alle vor große Fragen – und wir finden Antworten“, so der OB. So gibt es in Hanau ein stadtweites Netz von Corona-Teststellen, mehr als 300 Geschäfte und Restaurants haben bislang den „Hygiene-Check“ des städtischen Hygiene-Teams bestanden – und nun gibt es das Hanau-Ticket. „Die Hygiene- und Abstands Regeln gelten weiterhin, Hanau spielt bei der Pandemie im Team ‚FC Vorsicht‘ und geht auch mit großer Zuversicht die nächsten Schritte“, so der OB: „Das kostenlose Hanau-Ticket ist die Bürger-Eintrittskarte – ich würde mich freuen, wenn viele sie nutzen und, wenn viele weitere Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden den Zugang ermöglichen und unserem Beispiel folgen.“

Informationen zum Hanau-Ticket: www.hanau-ticket.de

„Click and Learn“ im Kulturforum Hanau: Lernplätze in der Stadtbibliothek ab 17. Mai verfügbar - Stadtarchiv und Medienzentrum für Termine geöffnet (12.05.2021 15:00 Uhr)

Das Kulturforum Hanau am Freiheitsplatz  ist ab dem 17. Mai 2021 zu den gewohnten Zeiten zum Lernen und für die PC-Nutzung geöffnet. Es gelten die gleichen Regelungen wir beim Einkaufen: Termin vereinbaren, testen lassen und mit dem negativen Testergebnis ins Kulturforum kommen. Das gilt auch für Termine im Stadtarchiv und im Medienzentrum.
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Lernplätze können von Montag bis Freitag täglich zwischen 10 und 20 Uhr und Samstag von 11 bis 18 Uhr reserviert werden, jeweils für drei Stunden. Die Zeitfenster sind: 10.00 – 13.00 Uhr,  13.30 – 16.30 Uhr und 17.00 – 20 Uhr. Reservierungen sind ab 12. Mai telefonisch unter 06181 - 98 252 0 oder per E-Mail an stadtbibliothek@hanau.de möglich. In den nächsten Tagen ist auch eine online-Terminvereinbarung freigeschaltet, zu erreichen über die Webseite des Kulturforums www.kulturforum-hanau.de.

Für den Besuch des Kulturforums ist ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis erforderlich. Dabei darf das Ergebnis eines Schnell- oder PCR-Tests nicht älter als 24 Stunden sein; Selbsttests werden leider nicht anerkannt. Auch vollständig geimpfte Personen sowie Genesene benötigen für einen Besuch im Kulturforum einen Nachweis. Geimpfte legen dafür einen Nachweis vor, dass ihre Impfung vollständig abgeschlossen ist und der letzte Impftermin mindestens 14 Tage zurückliegt. Genesene müssen ein positives PCR- oder vergleichbares Testergebnis vorlegen, das mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

Der Abholservice der Stadtbibliothek kann weiterhin genutzt werden und die Medien können während der Öffnungszeiten abgeholt werden. Eine Bestellung von maximal zehn Medien ist rund um die Uhr im Online-Katalog der Stadtbibliothek möglich, entweder über die App B24 oder über die Webseite des Kulturforums auf www.kulturforum-hanau.de unter dem Menüpunkt "Medienkatalog und Medienkonto". Um es interessierten Besucherinnen und Besuchern wieder möglich zu machen vor Ort Einsicht in Archivalien nehmen zu können, bietet das Stadtarchiv ab 17. Mai Termine an. Telefonisch ist das Stadtarchiv erreichbar unter 06181 / 98 252 -51 oder -52 und per E-Mail an stadtarchiv@hanau.de. Unter der Telefonnummer 06181/98252-40 oder per E-Mail an medienzentrum@hanau.de können Termine im Medienzentrum angefragt werden.

Neu: Besucher*innen der Bürgerservicestelle benötigen negativen Schnelltest (11.05.2021 15:00 Uhr)

Termin vereinbaren, testen lassen, Anliegen klären: Ab sofort benötigen Bürgerinnen und Bürger ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis, wenn sie einen Termin in der Hanauer Bürgerservicestelle im City Center am Kurt-Blaum-Platz 8 wahrnehmen möchten. Dabei darf das Ergebnis eines Schnell- oder PCR-Tests nicht älter als 24 Stunden sein; Selbsttests werden nicht anerkannt. Begleitende Kinder, die noch nicht eingeschult sind, müssen sich nicht testen lassen. Auch vollständig geimpfte Personen sowie Genesene benötigen für einen Besuch in der Bürgerservicestelle kein Testergebnis. ...
Geimpfte legen dafür einen Nachweis vor, dass ihre Impfung vollständig abgeschlossen ist und der letzte Impftermin mindestens 14 Tage zurückliegt. Genesene müssen ein positives PCR- oder vergleichbares Testergebnis vorlegen, das mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt. Termine für einen Besuch in der Bürgerservicestelle können online unter www.hanau-digital.de gebucht werden. Während des Buchungsvorganges bekommen Nutzer*innen angezeigt, welche Unterlagen und Formulare sie zum vereinbarten Termin mitbringen müssen, damit ihr Antrag vor Ort erfolgreich bearbeitet werden kann. Wer keinen Internetzugang hat, kann selbstverständlich auch telefonisch über die Servicenummern des Hanauer Bürgerservice unter 06181-295-8135 einen Termin reservieren.
An den Expressschaltern können Kund*innen auch ohne vorherige Terminvereinbarung während der Servicezeiten die Dienstleistungen Abmeldung eines Fahrzeugs (Außerbetriebsetzung), Ersatzplaketten oder Ausstellung einer Feinstaubplakette, Adressänderungen bei Umzug oder Namensänderung durch Eheschließung bzw. Scheidung, Abholung von Personalausweis und Reisepass, die Beantragung von Meldebescheinigung sowie Führungszeugnis erledigen. Im Eingangsbereich ist hierzu lediglich eine Aufrufnummer über einen Ticketautomaten zu ziehen.
Das Beantragen von einfachen Meldebescheinigungen und erweiterten Meldebescheinigungen, die Voranmeldung eines Zuzugs nach Hanau oder einer Ummeldung innerhalb Hanaus, die Ab- und Anmeldung eines Nebenwohnsitzes, Melderegisterauskünfte für Privat- und Großkunden, die Verlusterklärung eines Identitätsdokumentes, das Beantragen eines Bewohnerparkausweises oder eines Untersuchungsberechtigungsscheines sowie das Eintragen von Übermittlungssperren, können zudem auch online beantragt werden und ersparen in vielen Fällen den Behördengang. Die digitalen Angebote und Informationen sind mit den entsprechenden Anträgen und Formularen rund um die Uhr im Internet unter www.hanau-digital.de verfügbar.
Die Termin-Servicezeiten während der Corona-Pandemie:
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8:00 – 13.00 Uhr sowie Mittwoch von 8:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:30 Uhr.
Allgemeine Informationen können auf der städtischen Homepage unter www.hanau.de nachgelesen werden. Eine Kontaktaufnahme ist per E-Mail an buergerservice@hanau.de oder unter der Telefonnummer 06181 295-8135 möglich.
Die Adressen aller Testzentren in Hanau sowie allgemeine Informationen rund um Corona und die aktuell geltenden Regeln finden sich online unter www.corona-hanau.de. Dort und auf der Seite www.hanau-ticket.de sind auch die Informationen zum neuen Hanau-Ticket zu finden, das den Zugang zum Einzelhandel seit gestern für Bürger*innen und Händler*innen vereinfacht und sicherer macht.
 

Das Hanau-Ticket kommt: Zuverlässiges Corona-Test-Zertifikat für sicheres Einkaufen // Digitales Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis (30.04.2021 12:00 Uhr)

Sicher einkaufen, genießen und erleben: Das ist das gemeinsame Ziel des Main-Kinzig-Kreises und der Stadt Hanau, wenn Geschäfte, Restaurants und Dienstleister wieder öffnen dürfen. Um es den Hanauer Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Handel und der Gastronomie möglichst einfach zu machen, starten Kreis und Stadt das Pilotprojekt „Hanau-Ticket“. Dabei handelt es sich um eine sichere und komfortable Smartphone-Lösung über die kostenlose Corona-App DAICY, die der Main-Kinzig-Kreis maßgeblich mit entwickelt hat.

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„Sobald die Corona-Infektionszahlen es erlauben, wird das Hanau-Ticket eine kostenfreie und komfortable Eintrittskarte in Geschäfte und Restaurants“, erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Es ist ein fälschungssicheres Zertifikat für ein negatives Schnelltest-Ergebnis auf dem Smartphone, mit dem die Hanauerinnen und Hanauer einkaufen oder  genießen  können.“ Ab Mitte Mai wird das Hanau-Ticket in DAICY integriert sein. Das Hanau-Ticket ist Teil des Programms „Hanau handelt“, mit dem die Stadt Handel und Gastronomie unterstützt.

Der Ablauf ist einfach: Interessierte laden sich die App auf ihr Smartphone, lassen sich in einem dem Projekt angeschlossenen Testcenter in Hanau auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen und erhalten ihr Testergebnis innerhalb von wenigen Minuten zur Aktivierung in der App. Das – negative – Testergebnis in der App ist das Hanau-Ticket, mit dem Nutzende im Einzelhandel und in der Gastronomie „einchecken“ können. Dabei zeigt ein QR-Code die Gültigkeitsdauer von 24 bis zu 72 Stunden an, angepasst an branchenspezifische Vorgaben. Damit Händler, Dienstleister sowie  Gastronomen das Hanau-Ticket anerkennen können, benötigen sie ebenfalls nur die DAICY-App.

Das Hanau-Ticket vereinfacht auch die Abläufe in den Testzentren, die es stadtweit wohnort- und arbeitsplatznah gibt. Diese können die vorgenommenen Tests einfacher als bisher mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen abrechnen. Positive Ergebnisse leitet die App unmittelbar an das Gesundheitsamt weiter, so dass eine sofortige Unterbrechung von Infektionsketten möglich ist. „Diese standardisierten Meldewege werden die Arbeit in unserem Gesundheitsamt wesentlich erleichtern“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler.

„Indem die App Testzentren, Bürgerinnen und Bürger sowie Handel und Gastronomie unter einen Hut bringt, haben wir ein zuverlässiges Instrument an der Hand, welches das Test-Prozedere und die Nachweispflicht für alle Beteiligten enorm vereinfacht“, stellt Kaminsky fest. „Ich freue mich sehr, dass Hanau hierfür erneut so partnerschaftlich mit dem Kreis zusammenarbeitet und als Modellstadt fungiert, so dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft diese sichere und unkomplizierte Lösung anbieten können.“ Der Main-Kinzig-Kreis hat Hanau für das Pilotprojekt ausgewählt, da die Stadt der größte Einkaufsstandort im Kreis ist und über ein dichtes Netz an Testzentren verfügt. Für die Einführung des Hanau-Tickets sind die Hanau Marketing GmbH und das Hygiene-Team der Stadt verantwortlich – „zwei tatkräftige städtische Einheiten, die in den vergangenen Monaten immer wieder ihre Kreativität und vor allem ihre Effektivität in der Pandemie unter Beweis gestellt haben“, so Kaminsky. „Betreiber von Geschäften und Gastronomie müssen sich damit nicht um eine eigene Lösung für das Überprüfen von Testergebnissen ihrer Kundschaft kümmern – wobei es natürlich nur ein Angebot ist, selbstverständlich werden auch alle anderen Check-in-Lösungen wie zum Beispiel über die App Luca akzeptiert“, betont der Oberbürgermeister: „Und natürlich werden auch Menschen ohne Smartphone das Hanau-Ticket nutzen können – dann in Papierform.“

Die Gesundheitsdezernentin und Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler erläutert: „Der Main-Kinzig-Kreis hat bereits im November vergangenen Jahres für die Kontaktpersonennachverfolgung auf eine digitale Lösung gesetzt. Mit dem Know-How des Gesundheitsamtes wurde eine bestehende App so weiterentwickelt, dass sich eine spürbare Optimierung der Prozesse ergab.“ Das Kontakttagebuch wurde sukzessive angepasst und mit neuen Funktionen ergänzt. Daraus ist DAICY geworden. Wie die Erste Kreisbeigeordnete ausführt, biete die App ein größtmögliches Maß an Datensicherheit, Funktionalität und Nutzwert; sie basiere auf Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, der Ständigen Impfkommission, des Gesundheitsamtes und weiteren staatlichen Stellen. DAICY ist auch in englischer Sprache verfügbar, eigene Ansprechpartner bieten direkte technische und inhaltliche Unterstützung für Handel und Gastronomie an, was bei den gängigen Apps, etwa Luca, wegen der hohen Nachfrage derzeit schwierig ist. Die DAICY-App ist so programmiert, dass sie offene Schnittstellen zu allen anderen Systemen bietet – die Übergabe des Test-Zertifikats kann so auch an die Corona-Warn-App erfolgen, wenn diese Funktion dort verfügbar ist.

„Neben ihrem eigentlichen Nutzen wird DAICY nun auch ein starkes regionales Marketinginstrument, das den Einzelhandel enorm unterstützt“, unterstreicht Kaminsky. So hat auch der städtische Einzelhandel über die Lenkungsgruppe Handel die App und das Konzept dahinter bereits positiv beurteilt. „Sind die Erfahrungen mit dem Hanau-Ticket erfolgreich, werden wir das Konzept gegebenenfalls im gesamten Kreis ausrollen“, ergänzt Simmler.  Unter anderem gab es bereits mit der Stadt Bad Soden-Salmünster konkrete Gespräche über ein weiteres Pilotprojekt.

In den kommenden beiden Wochen sollen nun zunächst die Hanauer Testzentren an das System angeschlossen sowie die verbleibenden Programmierarbeiten an der App vorgenommen werden. Mitte Mai soll das Hanau-Ticket in den Testlauf gehen. „Wir werden eine komfortable Lösung für Kunden, Händler und das Gesundheitsamt haben, wenn die Pandemie eine Öffnung der Geschäfte erlaubt“, sind sich Kaminsky und Simmler einig. Und diese werde in der Pilotphase für alle Beteiligten kostenlos zur Verfügung stehen. Zu einem späteren Zeitpunkt fallen geringe Gebühren bei den angeschlossenen Testzentren an – Kunden und Händler nutzen DAICY mit allen Funktionen weiterhin kostenfrei.

Hinter der Entwicklung von DAICY steht das Unternehmen 2mt Software Solutions aus Fronhausen, „ein sehr agiles und versiertes Unternehmen“, so die Erste Kreisbeigeordnete. Die Programmierer haben die App mit maximal offenen Schnittstellen entwickelt, so dass die Daten mit anderen Apps kompatibel sind. „Damit haben die Bürgerinnen und Bürger und wir als Gesundheitsamt ein zuverlässiges und passgenaues System und dennoch alle Freiheiten“, erklärt Simmler. DAICY ist über die App-Stores von Apple, Google und Huawei erhältlich, auch für ältere Smartphones. Wer die App bereits nutzt, erhält die Updates automatisch. Weitere Infos finden sich auf der Webseite des Main-Kinzig-Kreises, www.mkk.de oder unter www.Daicy-app.de.
 

Feuerwehrkräfte müssen Impf-Priorität bekommen (20.04.2021 14:00 Uhr)

Für eine hohe Impf-Priorisierung der Feuerwehrkräfte setzt sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ein und schließt sich damit einer Forderung des hessischen Landesfeuerwehrverbandes an. "Während die Rettungsdienste sinnvollerweise bereits in weiten Teilen Impfschutz genießen, sorgt die fehlende Vorrangbehandlung bei den Wehrleuten nicht nur für ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, sondern auch für wachsenden Unmut über die fehlende Wertschätzung ihrer Arbeit", kann der OB nach eigenen Worten den Ärger darüber bestens nachvollziehen. Es sei überfällig, dass die hessische Landesregierung hier angemessen reagiere ...
"Wer, wenn nicht die Feuerwehren gehören zur sogenannten definierten kritischen Infrastruktur. Deshalb müssen sie jetzt endlich auch entsprechend klassifiziert werden, um ihnen den sofortigen Zugang zu den Impfungen zu ermöglichen," richtet er den Appell an die Landesregierung, endlich tätig zu werden und den offensichtlichen Mangel in der Priorisierung zu beseitigen. "Es ist den Männern und Frauen, die rund um die Uhr bereitstehen und bei vielen Einsätzen ihre körperliche Unversehrtheit riskieren, nicht zu erklären, dass sie das Nachsehen haben sollen, während andere Berufsgruppen längst in den Genuss der schützenden Impfung gekommen sind."
Pressekontakt: Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
 

Hanau gedenkt der Todesopfer der Corona-Pandemie (14.04.2021 12:00 Uhr)

Auch in Hanau wird am kommenden Sonntag, 18. April, der Todesopfer in der Corona-Pandemie gedacht. Mit Trauerbeflaggung an allen öffentlichen Gebäude in der Brüder-Grimm-Stadt wird an sie erinnert. „Allein in Hanau sind bisher 202 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben“. Ihnen zu Ehren ruft Oberbürgermeister Claus Kaminsky zu einer stadtweiten Schweigeminute auf, um eine gemeinsames Zeichen zu setzen. ...
Die Initiative zu diesem bundesweiten Gedenktag geht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus. Im Angedenken an die Toten der Pandemie richtet das Bundespräsidialamt am 18. April eine zentrale Gedenkfeier im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt aus, die voraussichtlich gegen 14 Uhr endet. Zuvor findet ein ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche statt. So soll gezeigt werden, dass die Gesellschaft Anteil nimmt an dem Schicksal der Verstorbenen und dem Leid ihrer Angehörigen, die in  den Zeiten der Pandemie auf wichtige trostspendende Trauer- und Abschiedsrituale verzichten mussten.
Oberbürgermeister Kaminsky ruft die Hanauer Bürgerschaft dazu auf, sich in das gemeinsame Gedenken einzureihen und um 14 Uhr ebenfalls innezuhalten, um mit einer Schweigeminute die Opfer der Pandemie zu ehren. Darüber hinaus hatte er in einem Schreiben an die Hanauer Glaubensgemeinschaften dafür geworben, sich mit Onlineformaten an diesem bundesweiten Gedenken zu beteiligen.
 

Stadt Hanau öffnet Schnelltestzentren Ab Montag zwölf Teststellen / Corona-Teststrategie für Innenstadt und Stadtteile (11.03.2021 16:00 Uhr)

„Meinem Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern in den Hanauer Stadtteilen und in der Innenstadt an verschiedenen Standorten den Zugang zu kostenlosen Corona-Schnelltests zu ermöglichen, kommen wir im Moment jede Stunde ein Stück näher. Am Montag geht’s in den ersten Schnelltestzentren los, in den nächsten Tagen werden wir nach und nach in der gesamten Stadt Testmöglichkeiten anbieten“, verspricht Oberbürgermeister Claus Kaminsky. ...
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hatten zugesagt, dass alle Bürgerinnen und Bürger sich einmal pro Woche kostenlos testen lassen können, aber ohne eine Umsetzungsstrategie zu liefern. „Die Teststrategie für Hanau bauen wir gerade mit Hochdruck auf“, so der Oberbürgermeister. Neben dem Testen ist das Impfen der Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Säule in der Pandemie-Bekämpfung. „Lebensfremd und enttäuschend ist, dass das Land Hessen jetzt ein Pilotprojekt mit hessenweit 50 Arztpraxen auf den Weg bringen will: Gebt unseren Ärztinnen und Ärzten Impfstoff und lasst sie ihre Arbeit machen. Impfen gehört unbestritten zu den Kernkompetenzen einer Hausarzt-Praxis“, so Kaminsky.
 
Die Hanauer Test-Strategie sieht vor, dass es ein über das gesamte Stadtgebiet flächendeckendes System der kurzen Wege gibt. „In Kooperation und Abstimmung mit dem Main-Kinzig-Kreis und verschiedenen Anbietern etabliert die Stadt Hanau eine Vielzahl von Teststellen. Am Montag starten wir zu den bereits bestehenden Teststellen mit weiteren Schnelltestzentren, im Laufe der kommenden Woche kommen weitere hinzu. Wichtig ist, dass es die Bürgerinnen und Bürger so einfach wie möglich haben, um sich einmal pro Woche kostenlos testen lassen können – möglichst in der Nähe ihres Wohnortes oder ihrer Arbeitsstelle“, so Kaminsky. Als zentrale Informationsquelle über die Testzentren dient den Bürgerinnen und Bürgern die städtische Internetseite www.corona-hanau.de. Kaminsky: „Als Unternehmung Stadt organisieren wir Testzentren, darüber hinaus gibt es weitere Anbieter von kostenlosen Schnelltests. Diese können sich ebenfalls über diese Seite bei uns melden. So können wir den Bürgerinnen und Bürgern die zahlreichen Teststellen auf einen Blick zentral zugänglich machen.“
 
Wer sich testen lassen will, vereinbart Online einen Termin, kommt zu dem vereinbarten Zeitpunkt mit der Terminbestätigung und seinem Lichtbildausweis zur Teststelle. Das Ergebnis des kostenlosen Tests liegt nach etwa 15 Minuten vor. Besonderes Augenmerk legt die Stadt auf die Einhaltung geltender Hygiene-Vorschriften und -Regeln. Voraussetzung zum Betreiben einer Teststelle ist der Nachweis einer medizinisch-ärztlichen oder pharmazeutischen Leitung, die Testerinnen und Tester, die die Nasenabstriche durchführen, sind mit Schutzkleidung ausgestattet. Sollte ein Testergebnis positiv sein, muss der Getestete sofort in häusliche Quarantäne, die Teststelle informiert das zuständige Kreisgesundheitsamt.
 
Neben den bestehenden Teststellen in der HNO-Gemeinschaftspraxis Dr. Oldenburg (Leimenstraße) und der Haut- und Allergiepraxis Prof. Dr. Ockenfels (Mühltorweg) am Klinikum Hanau, stehen das Corona-Schnelltestzentrum in der Sternstraße, der Corona-Drive-In in der Breslauer Straße und die HNO-Praxis Dr. Burger im Reitweg (Klein-Auheim) offen. Auch das Foyer der Main-Kinzig-Halle in der Eberhardstraße als eines von sechs Testzentren des Main-Kinzig-Kreises – das sich vor allem Bürgerinnen und Bürger richtet, die ihre Angehörigen in Pflege- oder Seniorenheimen besuchen wollen, sowie an Pflege-Personal und Polizisten. Gegebenenfalls stehen dann dort weitere Test-Kapazitäten zur Verfügung. Neu ab Montag kommen als Testzentren die Mehrzweckhalle in Mittelbuchen, die Kulturhalle in Steinheim, Willi-Rehbein-Halle in Klein-Auheim, Bürgerhaus in Wolfgang hinzu sowie ab Dienstag das Central-Schnelltest-Center Am Markt. Die Drogeriekette „dm“ hat angeboten, die Filialen Am Markt, Kinzigbogen, im Forum und an der Otto-Hahn-Straße als Teststellen anzubieten. Der Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau haben abgestimmt, dies in die Hanauer Teststrategie zu integrieren.
 
„Alles, was wir als Stadt Hanau in Sachen Gesundheitsschutz selbst für unsere Bürgerinnen und Bürger tun können, setzen wir in die Tat um. Die Pandemie ist und bleibt dynamisch und die Stadt Hanau wird auch weiterhin offensiv und kraftvoll ihre Mittel zur Bekämpfung der Pandemie einsetzen“, so Oberbürgermeister Kaminsky.
 
 
 

Vorausschauende Zurückhaltung bei einigen erlaubten Lockerungen // Hanau praktiziert Vorsicht: Öffnungsoptionen in Kultur und Sport zugunsten der Sicherheit nicht voll ausgeschöpft / Digitalkonferenz für Sportvereine (09.03.2021 16:00 Uhr)

Hanau spielt in puncto Corona-Lockerungen weiter in der Liga „Vorsicht“. Angesichts einer Inzidenzzahl in Hanau, die aktuell weit über der des Landes Hessen liegt, unterstützt Oberbürgermeister Claus Kaminsky zwar die Öffnungsstrategie des Landes, die die landesweiten Zahlen zugrunde legt, betont aber, dass bei allem Wunsch nach mehr Normalität nach wie vor die Vorsicht das oberste Gebot sei – auch wenn das bedeutet, dass Hanau in manchen Punkten der Strategie nicht ganz so weit geht wie das Land. Nach Bekanntwerden der Auslegungshinweise zur aktuellen Corona-Verordnung übt die Stadt Zurückhaltung beim Lockern der bisherigen Einschränkungen vor allem in den Bereichen Sport und Kultur. Was den Handel hingegen betrifft, schöpft sie die vom Land definierten Möglichkeiten voll aus.
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Theoretisch dürften seit dem 8. März Gruppen bis zu fünf Personen in Sporthallen trainieren. In Hanau bleiben die städtischen Sporthallen wie auch Bürgerhäuser bis einschließlich 22. März für den Vereinssport geschlossen: Um Wählerinnen und Wählern bei der Kommunalwahl am 14. März möglichst große Räume für mehr Sicherheit durch Abstand anbieten zu können, werden nahezu alle Sporthallen als Wahllokale genutzt und in der zweiten Hälfte dieser Woche eingerichtet. Im Falle einer Stichwahl werden diese Hallen in zwei Wochen erneut benötigt. „Es ist uns wichtig, dass sich jede Bürgerin, jeder Bürger bei der Wahl so sicher wie möglich fühlt und nicht aus Angst vor zu engen Räumen vielleicht nicht wählen geht“, erklärt Claus Kaminsky. „Sporthallen sind daher als Wahllokale bestens geeignet und wir bitten alle Sportlerinnen und Sportler um Verständnis, dass wir uns im Sinne einer sicheren Wahl für alle ihrer Räumlichkeiten bedienen.“ Des Weiteren gelten für den Sport die Regeln der aktuellen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung: Freizeit- und Amateursport ist möglich, mit bis zu zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen. Kinder unter 14 Jahren dürfen Sport unter freiem Himmel auch in Gruppen machen. In Fitnessstudios kann – bei entsprechenden Hygienevorkehrungen – mit Einzelterminen trainiert werden. Im Zusammenhang mit Lockerungen und Öffnungsperspektiven lädt Oberbürgermeister Kaminsky zu einer Digitalkonferenz mit den Hanauer Sportvereinen an.

Entgegen der ab 8. März erlaubten Öffnung der Museen bleiben in Hanau die Museen bis 1. April geschlossen. Danach werden das Historische Museum Schloss Philippsruhe, allerdings ohne GrimmsMärchenReich, das Museum Schloss Steinheim, das Museum Großauheim, das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum und das „RadWerk“ in Klein-Auheim nur an Samstagen und Sonntagen öffnen. Das Goldschmiedehaus ist am 1. April (Gründonnerstag), an den Osterfeiertagen und ab dann regulär dienstags bis sonntags geöffnet. Es gelten für die Museumsöffnungen die gültigen Regeln – Terminfenster, Adressabgabe, Hygiene- und Abstands-Regeln.

Die Stadtbibliothek und die Einrichtungen im Kulturforum öffnen am 22. März. Sie bieten dann eine begrenzte Anzahl von Lernplätzen, die nach voriger Anmeldung bis zu jeweils drei Stunden genutzt werden können. Danach ist die Bibliothek für 30 Minuten zum Desinfizieren geschlossen. Termine gibt es von Montag bis Freitag zwischen 10 und 20 Uhr. Den Abholservice für Bücher und Medien bietet die Stadtbibliothek weiterhin an, auch an Samstagen. Das Stadtarchiv Hanau vergibt ab 22. März Termine zur Einsicht von Archivalien.

„Die Einschränkung von Kontakten und die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bleiben weiterhin die wichtigsten Säulen bei der Pandemie-Bekämpfung. Dass wir mit den möglichen Lockerungen umsichtig umgehen, dient dem Gesundheitsschutz der Hanauerinnen und Hanauer“, so OB Kaminsky.
 

„Wir behalten unsere Zahlen im Blick“ OB Kaminsky weist auf neue Grundlage von Corona-Lockerungen hin (05.03.2021 14:00 Uhr)

Einen klaren Richtungswechsel sieht Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei der Corona-Strategie des Landes Hessen, die Öffnungsschritte nicht länger an die Inzidenzen von Kreisen und kreisfreien Städten knüpft, sondern ab sofort vom landesweiten Infektionsgeschehen abhängig macht. ...
Die Landesregierung hatte im Nachgang zur Bund-Länder-Konferenz und deren Ergebnisse beschlossen, dass Hessen die Möglichkeit nutzt und die landesweite Inzidenz Grundlage weitere Entscheidungen sein wird. "Bei der Beurteilung, welche Lockerungen erlaubt werden, gilt künftig allein die 7-Tage-Inzidenz von Hessen, die aktuell bei 68 liegt." Auf dieser Basis hatte die Landesregierung beispielsweise Treffen von zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen vom kommenden Montag (8. März) an wieder zugelassen. "Die aktuelle Verordnung und die sich daraus ergebenden Regelungen sind sowohl auf www.hessen.de als auch auf unserer Infoseite www.corona-hanau.de zu finden", macht der OB deutlich, dass jedoch erst nach Vorliegen der Auslegungshinweise sagen lässt, welche Maßnahmen darüber hinaus gelten und welche Einschränkungen aufgehoben werden können. Auch diese würden dann zeitnah auf der Homepage nachzulesen sein.
 
"Es ist selbstverständlich, dass wir in Hanau die städtische Entwicklung der Infektionszahlen trotzdem im Blick behalten und in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises bewerten", stellt Hanaus OB klar, dass den Verantwortlichen sehr wohl bewusst ist, dass nach der landesweiten Regelungen Lockerungsschritte in Hanau möglich werden, die angesichts der Inzidenz von 150 am Freitag zu einer gewissen Besorgnis führen. "Andererseits könnte ein lokales Festhalten am Lockdown zu einem Einkaufstourismus in Nachbarkreise oder –kommunen führen, den keiner von uns will." Denn die Reduzierung von Kontakten bleibe vorläufig das wichtigste Instrument im Kampf gegen die Pandemie. In einem Schreiben an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hatte die Stadt gemeinsam mit dem Handelsausschuss der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie dem Hanau Marketing Verein am Freitag die Öffnungsperspektiven des Landes Hessen begrüßt, gleichzeitig aber in einem gemeinsamen Positionspapier eine Konzentration aller Akteure auf die Säulen Impfen, Testen und Hygiene-Kontrollen gefordert.
 
"Wir haben immer deutlich gemacht, dass Hanau in der Mannschaft FC Vorsicht spielt", setzt Kaminsky darauf, dass die Bevölkerung bei aller Freude über die kleinen Freiheiten, die sich jetzt auftun, nicht nachlässig wird, und kündigt an, dass die Stadt durch regelmäßige und fortgesetzte Kontrollen dafür Sorge tragen, dass die Corona-Regeln weiterhin beachtet werden. "Wir müssen weiterhin vorsichtig bleiben, um nicht aufs Spiel zu setzen, was jetzt möglich wird."

Jetzt anmelden zur Corona-Impfung - OB Kaminsky schreibt Bürger*innen ab 70 Jahren an (26.02.2021 14:00 Uhr)

Die Öffnung der Impfzentren für Zugehörige der zweiten Impfgruppe, zu der auch Menschen ab 70 Jahren zählen, nimmt Oberbürgermeister Claus Kaminsky zum Anlass, einen persönlichen Brief an den derzeit impfberechtigten Personenkreis zu schreiben und die umfangreichen Unterstützungsangebote der Stadt zu erläutern.
In seinem Schreiben erläutert Kaminsky, dass der Anmeldeweg weiterhin über die Telefonnummern 116117 oder die 0611/50592888 führt. Die Online-Buchung eines Impftermins ist über die Internetseiten www.impfterminservice.hessen.de oder www.impfterminservice.de möglich. "Ich weise aber darauf hin, dass die Stadt Hanau keine Impftermine vergibt und auch keinen besonderen Behördenzugang zur Terminbuchung hat", zeigt der OB die Grenzen der kommunalen Hilfemöglichkeiten auf. Die Stadt könne lediglich behilflich sein, wenn es darum gehe, die Buchung über die vom Land vorgegebenen Varianten vorzunehmen. ...
Aus vielen Anrufen beim Bürgertelefon weiß der OB, dass schon die Anmeldung zur Impfung für manche ältere Mitbürger*innen eine unüberwindbare Hürde zur Impfung darstellt. "Sollten Sie Probleme bei der Buchung eines Impftermins haben, werden wir Ihnen als Stadt Hanau zur Seite stehen, um Sie zu unterstützen", verspricht er den Betroffenen und fordert sie auf, sich unter der Rufnummer 06181- 67660-2001 zu melden.
Auch die Anfahrt zum Impfzentrum greift OB Kaminsky in seinem Schreiben auf und weist darauf hin, dass die Hanauer Straßenbahn (HSB) ihre Buslinie 7 eigens bis zum Impfzentrum verlängert hat. Für die Anreise mit dem PKW stehen kostenfreie Parkplätze direkt an der Halle zur Verfügung. Wer jedoch keine der beiden Varianten nutzen könne und die Anfahrt nicht selbst bewältigen könne, hat auch in Hanau die Möglichkeit, sich beim Bürgertelefon (06181- 67660-2001) zu melden. Für diesen Personenkreis organisiert die Stadt Hanau die Hin- und Rückfahrt zum Impfzentrum in der August-Schärttner-Halle und begleitet – soweit dies erforderlich ist – auch im Impfzentrum. "Diese Leistungen sind für die Bürger*innen kostenfrei", macht Hanaus OB deutlich, dass es der Stadt ein wichtiges Anliegen ist, allen Impfberechtigten auch den Zugang zur Impfung zu ermöglichen. "Der Schutz Ihrer Gesundheit liegt uns am Herzen."
Zu guter Letzt weist der OB noch darauf hin, dass in der zweiten Impfgruppe sich auch Menschen mit Demenzerkrankung, Menschen mit Trisomie 21, Transplantationspatienten, Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren impfen lassen können. "Da wir diese Personen aber nicht statistisch erfasst haben und anschreiben können, dürfen Sie gerne dieses Schreiben weitergeben, wenn Sie eine der o.g. Personen in Ihrem Familien- oder Bekanntenkreis haben", so Kaminsky.

Corona-Schnelltests ergänzen Hygienekonzept Stadt Hanau organisiert Angebot für alle Wahlhelfer*innen (23.02.2021 14:00 Uhr)

Trotz der Corona-Pandemie wurde im Mai 2020 der Termin der Kommunalwahl durch die Landesregierung auf den 14. März 2021 festgesetzt, so dass diese jetzt unter epidemiologischen Voraussetzungen zu organisieren ist. Die Stadt Hanau hatte bereits im Januar ein umfassendes Hygienekonzept für die Durchführung der Wahl aufgestellt. Dieses Konzept wird nun ergänzt durch das Angebot an jede Wahlhelferin und jeden Wahlhelfer, einen Schnelltest durchführen zu lassen. ...
Dieses Angebot gilt für alle Wahlhelfer*innen, unabhängig davon, ob sie in den Wahllokalen, bei der Briefwahl oder für die Auswertung der Einzelstimmen zum Einsatz kommen. Die Schnelltests sollen neben den vorgesehenen Maßnahmen nach dem Hygienekonzept wie Trennscheiben, Reinigungs- und Ordnungsdienst, Einmalkugelschreiber, Abstandsregelungen und Einbahnstraßenverkehr das Infektionsrisiko weiter reduzieren. Das Angebot an alle Helferinnen und Helfer zur Testung ist freiwillig. Der Schnelltest ist vor und nach der Wahl möglich. Eine Verpflichtung zur Testung besteht jedoch nicht.
 
Die entsprechende medizinische Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums sieht weiterhin vor, dass Schnelltests nur von medizinisch geschulten Personal vorgenommen werden. Sogenannte Selbsttests sind bisher nicht zugelassen.
 
Die Stadt Hanau hat deshalb entschieden, den sicheren Weg zu gehen und für die Hanauer Wahlhelfer*innen ein solches Angebot selbst zu organisieren. Für die Testungen werden zwei Testzentren in Hanau zur Verfügung stehen. Alle Wahlhelfer*innen werden vom Wahlbüro über das Testangebot mit den erforderlichen Details persönlich informiert. Sollte am 28. März 2021 eine Stichwahl erforderlich sein, wird für die Wahlhelfer*innen vor und nach der Stichwahl ebenfalls ein entsprechendes Angebot von Schnelltests organisiert.
 
Bei der Kommunalwahl ist die Mithilfe von rund 800 ehrenamtlichen Wahlhelfer*innen erforderlich. Wer hieran Interesse hat, wird gebeten, sich beim städtischen Wahlbüro zu melden. Auf der Internetseite der Stadt Hanau (unter Rathaus/Wahlen/Wahlhelfer) ist für interessierte Personen ein elektronisches Formular hinterlegt. Ausreichend ist auch eine formlose E-Mail an wahlbuero@hanau.de. Telefonisch ist das Wahlbüro unter der 06181-295-283 erreichbar.

Mutmacher für Gastronomie und Einzelhandel
Heraeus Noblelight und Stadt Hanau unterstützen Anschaffung von UV-C Luftreinigern (12.02.2021 07:30 Uhr)

Handel und Gastronomie für die Wiedereröffnung wappnen – das steht im Mittelpunkt des „Plans für den Neustart“, mit dem die Stadt Hanau den besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Branchen unter die Arme greifen will. Dazu gehören auch die Luftreinigungsgeräte von Heraeus Noblelight. „Das Unternehmen wird Hanauer Händlern und Gastronomen Sonderkonditionen einräumen. Und die Stadt wird die Anschaffung zusätzlich subventionieren“, kündigt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Die Luftreinigungsgeräte seien ein Baustein der Maßnahmen, die es zum einen den Kundinnen und Kunden ermöglichen sollen, in Hanau mit gutem Gefühl einkaufen, genießen und erleben zu können und zum anderen für das Servicepersonal einen zusätzlichen Schutz bieten. ...

„Handel und Gastronomie geht es schlecht, viele kämpfen ums Überleben. Wir wollen mit unserem Programm helfen und Mut machen“, erklärt Kaminsky. Die Luftreinigungsgeräte von Heraeus Noblelight, die mit Hilfe von ultraviolettem Licht SARS-CoV2-Viren und auch die Mutationen sofort zerstören, seien genauso ein Mutmacher, so der OB. Die ersten Geräte sind im Café Schien am Kanaltorplatz sowie in der Tanzschule Berné installiert. „Wir gehen hier konsequent den nächsten Schritt, um mit Hilfe der UV-C-Technologie das Risiko einer COVID-19-Ansteckung zu reduzieren“, sagt Kaminsky. Bisher hat die Stadt dank ihrer strategischen Partnerschaft mit Heraeus Noblelight bereits in HSB-Bussen und ersten Schulräumen die UV-C-Luftreiniger eingesetzt.
Bei einem Ortstermin im Café Schien dankte Kaminsky Heraeus Noblelight dafür, dass das „Unternehmen mit Weltruf“ Hanauer Betreiber*innen von Gastronomie, Handel und Freizeiteinrichtungen einen Sonderpreis gewähre.  Wer ein Gerät gekauft hat, kann anschließend zudem einen Förderzuschuss bei der Stadt Hanau beantragen. Der beträgt maximal 1.000 Euro pro Betrieb. Hier geht es zum Antrag.

„Wir haben in unserem ‚Plan für den Neustart‘ 100.000 Euro dafür vorgesehen“, berichtet der Oberbürgermeister. Die Interessierten müssen die Geräte aber zunächst anschaffen und können dann im Nachgang eine anteilige Erstattung bei der Stadt beantragen. Die entsprechenden Formulare sind im Internet unter www.corona.hanau.de zu finden.
Kaminsky betont in diesem Zusammenhang, dass die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte nicht nur „Corona-Wirtschaftsförderung“ sei, sondern nachhaltige Vorteile für die Unternehmen bringt – auch über die aktuelle Pandemie hinaus. In Kombination mit dem überaus erfolgreichen Hygiene-Check, an dem inzwischen rund 400 Geschäfte und Einrichtungen teilnehmen, könne sich Hanau als Standort profilieren, in dem ein besonderes Augenmerk auf Corona-konformes Einkaufen und Genießen gelegt werde, so Kaminsky: „Die Anschaffung der Geräte hat also auch langfristig positive Effekte.“ Im Sinne eines nachhaltigen Invests für den Standort, verpflichten sich die Empfänger städtischer Fördermittel zudem, Grimmscheck-Partner zu werden oder sich an die Kernöffnungszeiten (10 bis 18 Uhr) zu halten. „Das wird sich positiv auf das Einkaufserlebnis in unserer Stadt auswirken“, ist sich der OB sicher.

Jens Arndt, Betreiber des Cafés Schien, hat sich bereits zwei UV-C-Luftreiniger in seinem Gastraum installieren lassen. Er bedankte sich beim OB-Besuch für die Unterstützung durch Stadt und Heraeus Noblelight und meinte: „Alle Gewerbetreibenden, insbesondere die Gastronomie, sollte für sich diese Chance erkennen. Denn nicht nur die Kundschaft soll im wahrsten Sinne des Wortes befreit aufatmen können. Vielmehr gilt es gerade auch das Service-Personal zu schützen!“
Tanzschulbetreiberin Ute Berné blickt optimistisch in die nahe Zukunft: „Wir können es kaum erwarten, die Tanzfreudigen wieder bei uns begrüßen zu können. Dank der UV-C-Geräte ist uns bei Wiederöffnung wohler in unserer Haut. Denn ein Freizeitvergnügen soll Spaß machen, und die Gedanken an das Virus sollen trotz aller weiter nötigen Sicherheitsvorkehrungen auch gedanklich wieder mehr in den Hintergrund treten.“  

Martin Ackermann, Geschäftsführer von Heraeus Noblelight, freut sich über das „enorm gewachsene Interesse an unserer UV-C-Technologie in Hanau und weit darüber hinaus“. Er versichert: „Luftreinigung mit UV-C ist die weltweit beste Technologie gegen das SarsCov2 Virus und gegen alle anderen Viren.“ UV-C-Licht zerstöre das SarsCov2-Virus und die Mutationen sofort. UV-C-Luftreiniger von Heraeus benötigten keine teuren Filter und seien so über die Lebenszeit „bis zu 80 Prozent günstiger als vergleichbare Anlagen mit Filter“. Er lobte die Stadt Hanau dafür, dass sie „deutschlandweit Vorreiterin im Einsatz neuer Technologien“ sei. Ihn beeindrucke die „schnelle Umsetzung neuer Ideen“, wie sich nach dem Einsatz in Bussen und Schulräumen jetzt auch bei Hanauer Betrieben zeige. Dies unterstütze man seitens Heraeus Noblelight am Heimatstandort gern mit einer Rabattierung für heimische Händler und Gastronomen.
Grundsätzliche Fragen zu dem Einsatz von UV-C-Luftreinigern können per Mail an wirtschaftsfoerderung@hanau.de, Ansprechpartner bei Heraeus Noblelight ist Nico Barthel (nico.barthel@heraeus.com, Telefon: 06181 35 9379).

Veranstaltungsformat „Hanau Daheim“ hält kulturelles und soziales Leben aufrecht Digitales Konzept hat sich bewährt und wird in der Corona-Krise ausgebaut (11.02.2021 11:30 Uhr)

Viel Lametta bei der Live-Übertragung der Advents-Galas aus dem Amphitheater live ins Internet über HanauDaheim.de und Soziale Medien.

Als eine der ersten Maßnahmen zum Gesundheitsschutz in der Corona-Pandemie wurden im vergangenen Frühjahr Veranstaltungen abgesagt. Zu dieser Zeit wie auch heute gilt es, Kontakte auf ein absolut notwendiges Mindestmaß zu reduzieren. "Deshalb musste und muss aber in Hanau niemand ohne Kultur auskommen. Wir haben sehr früh ein digitales Unterhaltungs-Format entwickelt und umgesetzt, das den Hanauerinnen und Hanauern besondere Momente in die Wohnzimmer bringt: ‚Hanau Daheim‘ ist mittlerweile eine Marke, die über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt ist", erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. ...

Als Antwort auf die Schließungen von Kulturstätten und Veranstaltungs-Absagen setzte die Stadt Hanau ihr Konzept "Hanau Daheim" um: Es ist eine Internet-Plattform, auf der digitale Angebote für alle Altersgruppen zum Anschauen, Mitmachen, Lernen sowie zur virtuellen Kontaktpflege gebündelt sind. Bürgerinnen und Bürger, freie und institutionelle Kulturschaffende der Brüder-Grimm-Stadt sowie viele weiteren Aktive und Kreative aus Bildung und Sport gestalten das Programm. Start war am 4. April 2020 unter anderem mit der Premiere des Musicals "Vom Fischer und seiner Frau" der Brüder Grimm Festspiele. In der "Online Kita" erzählten Erzieherinnen Kinder-Geschichten, lasen Gedichte vor, bemalten Luftballons. Tipps gaben Profis Hanauer Tanzschulen, und beim "Objekt der Woche" wurden Kunstwerke aus der Hanauer Museumssammlung vorgestellt. Als Kirchen, Synagogen, Moscheen und weitere religiöse Räume und Einrichtungen wegen der Corona-Krise geschlossen waren, nutzten sie die Plattform, um neben der Übertragung von Gottesdiensten weitere, vielfältige Angebote für Gläubige über alle Religionsgrenzen hinweg, anzubieten. An Ostern feierten Hanauer Kirchen Gottesdienste über die Internetplattform "Hanau Daheim", und Geistliche verschiedener Religionsgemeinschaften sendeten Videobotschaften.
 
Schon früh waren – und sind bis heute – Live-Übertragungen von Konzerten feste Säulen des "Hanau Daheim"-Programms. Die für Publikum geschlossenen Veranstaltungsorte Comoedienhaus und Amphitheater dienten bei 50 Veranstaltungen als Bühnen für Musikerinnen und Musiker aus Hanau und der Region sowie Schauspielerinnen und Schauspieler, deren Lesungen via Livestream übertragen worden waren.
 
Die für das Publikum kostenlosen Übertragungen – zuletzt die Faschingsshow "Hanau Helau" am Sonntag – sind über die Internetseite www.hanaudaheim.de sowie die städtischen Social-Media-Plattformen Facebook und YouTube zu erreichen, auch über die Live-Sendung hinaus können sie angeschaut werden.
 
"Mit den Live-Übertragungen aus dem Comoedienhaus haben wir so gute Erfahrungen gemacht, dass wir im Sommer ins Amphitheater umgezogen sind", so Bernd Michel vom städtischen Veranstaltungsbüro.  Die Open-Air-Saison "Hanau Daheim – der Sommer" im Amphitheater startete am 4. Juli als "Hybrid"-Version: Sie wurde live ins Internet übertragen und bis zu 249 Zuschauerinnen und Zuschauer konnten unter den gebotenen Hygiene-Regeln Konzerte, Kultur und Kindertheater vor Ort erleben. "Als eine der ersten hessischen Kommunen haben wir es ermöglicht, in ein organisiertes Kulturleben zurückzukehren", ordnet Kaminsky ein.
 
Zunächst erlaubte die Pandemie-Lage 99 Zuschauerinnen und Zuschauer bei den Freiluftveranstaltungen im Amphitheater zuzuschauen, dann 249. Die Zahl des Internet-Publikums hingegen wuchs. Als dann im Herbst der zweite Lockdown erneut keine Veranstaltungen vor Live-Gästen erlaubte, bot die Stadt Hanau unter dem weiterführenden Titel "Hanau Daheim – der Winter" die nächsten Unterhaltungsmöglichkeiten an. "Für die arg gebeutelten Kulturschaffenden ist ‚Hanau Daheim‘ eine wichtige Einnahmequelle und sie erfüllt den Zweck, dass die Technikerinnen und Techniker, Musikerinnen und Musiker endlich wieder arbeiten können. Eine Idee, aus der Not geboren, ist mittlerweile eine echte Marke", freut sich Michel.
 
In der Weihnachtszeit brachte das "Hanau Daheim"-Team vier Adventsshows auf die Bühne des Amphitheaters und verfeinerte das Konzept von reinen Konzertübertragungen hin zu Showkonzepten. "Einen Advent, wie wir ihn kennen, war im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. So galt es für, mit den Live-Übertragungen sehnsüchtig erwartete Weihnachts-Atmosphäre in die Wohnzimmer der Bürgerinnen und Bürger zu bringen", so OB Kaminsky. Mit der großen Silvester-Gala endete auch das "Hanau Daheim"-Jahr mit einer Live-Übertragung.
 
Bislang erreichten die "Hanau Daheim"-Livestreams mehr als 1,5 Millionen Menschen. "Diese Zahl ist sehr erfreulich. Bedeutend ist vor allem das, was dahintersteht: In der Corona-Krise gilt in besonderer Weise, zusammenzustehen. Mit den Angeboten haben wir nicht nur Unterhaltung gefördert und für notwendige Zerstreuung gesorgt, sondern ein Stück weit auch geholfen, das soziale Leben zu erhalten – in dem Wissen, dass eine Internet-Plattform persönliche Treffen nicht ersetzen kann", so Hanaus Oberbürgermeister. Wenn es die Corona-Lage zulasse, werden in diesem Jahr Veranstaltungen vor Publikum durchgeführt werden, weiterhin prüfe man, inwieweit sie online realisierbar sind. "‚Hanau Daheim‘ ist gelernt und erfolgreich, auch über unsere Stadtgrenzen hinaus. Also gehen wir diesen Weg weiter. Neben reinen Live-Streams sind auch Übertragungen von Hanauer Kulturveranstaltungen denkbar", so Kaminsky.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“ (09.02.2021 22:00 Uhr)

Hanau handelt mit einem Plan für den Neustart: Umfangreiche Maßnahmen für Handel, Gastronomie und Veranstaltungen ausgearbeitet.
"Wir sind gerüstet für den Moment, wenn das öffentliche Leben langsam wieder hochgefahren wird, und die derzeitigen Corona-Auflagen gelockert werden." Mit diesen Worten unterstreicht Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, dass "Hanau einen Plan für den Neustart hat". Die einzelnen Maßnahmen, die insbesondere zur Unterstützung von Handel, Gastronomie und Veranstaltungen dienen sollen, wurden am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Kaminsky betont: "Die Herausforderungen sind für alle Städte enorm. Wir stellen uns dem und geben nicht auf." Bei aller gebotenen Vorsicht brauche es jetzt auch Zuversicht. "Denn wir können das normale Leben nicht auf Dauer aussetzen. Viele Teile der Wirtschaft, insbesondere Handel, Gastronomie und Dienstleister, überleben das sonst nicht", mahnt der Oberbürgermeister.  Hanau habe die Zeit des Lockdowns genutzt, um sich mit Konzepten für die Wiedereröffnung zu wappnen. "Wir haben uns dabei auch auf Tugenden des Stadtumbaus rückbesonnen: Das Unmögliche wagen, stets im Diskurs mit den Akteuren. Herausgekommen sind pragmatische und zielgerichtete Lösungsansätze. Sie sollen Zuversicht ausstrahlen." ...

Ob Subventionen für Handel und Gastronomie, Konzepte für Veranstaltungen und Aktionen oder Strategien, die insbesondere einem Abwärtstrend in der Innenstadt entgegenwirken sollen – die Hanau Marketing GmbH (HMG), die den "Plan für den Neustart" federführend entwickelt hat, hat ein ganzes Bündel an Maßnahmen zusammengestellt, das den Weg zurück in den (Ausnahme-)Alltag ebnen soll. Entwickelt wurde das Paket in Abstimmung mit dem Hanau Marketing Verein, der IHK und dem Einzelhandelsverband. Martin Bieberle, Stadtentwickler und Geschäftsführer der HMG, unterstreicht: "Die Probleme des Einzelhandels sind ja schon länger bekannt, sie wurden durch Corona aber verstärkt. Wir haben uns bereits Ende 2019 daran gemacht, unter dem Titel ‚Hanau aufLADEN‘ Konzepte zur Stärkung der Innenstadt zu entwickeln. Das hat uns jetzt enorm geholfen." Für ihn sei klar, dass die Innenstadt ihre Funktion als zentraler Versammlungsplatz und Bezugspunkt der Stadt, der Austausch und soziales Miteinander fördere, erhalten werde müsse. Bieberle: "Auch wenn sich die Nutzung verändert – die Innenstadt ist seit Jahrhunderten die Energiequelle einer Stadt. Das gilt es zu bewahren. Viele der jetzt geplanten Schritte sind deshalb auch eine Investition in die Zukunft." Dabei brauche es neue Ideen, denn der klassische Handel werde in seiner Bedeutung für die Innenstadt angesichts des drohenden Ladensterbens abnehmen, so der HMG-Geschäftsführer.
 
Im Zentrum des "Plans für den Neustart" steht deshalb das Programm "Hanau aufLADEN", in dem die Stadt ein ganzes Bündel an Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Innenstadt und auch der Stadtteilzentren zusammengefasst hat und das seinen Ursprung im Prozess "Zukunft Hanau" mit dem Bürgerwochenende im März 2019 hat. "Mit den Vorkaufsrechtssatzungen haben wir uns Einfluss auf den Immobilienmarkt gesichert, jetzt gilt es, diesen für die Zukunft mit Ideen für Neuansiedlungen zu nutzen", sagt der Oberbürgermeister. So wird es ein Förderprogramm ("Newcomer-Starthilfe") geben, in dessen Rahmen neue, innovative Geschäftskonzepte mit bis zu 10.000 Euro unterstützt werden sollen, auch in den Stadtteilen. Die Stadt will zudem den Kurs der Pop-up-Konzepte fortführen und Händlern weiter die Chance geben, sich mit kurzfristigen Mietverträgen im Markt auszuprobieren.
 
"Neu in unserem Konzept ist, dass wir als HMG auch in die Rolle des Betreibers gehen wollen", erläutert Bieberle. So will die HMG noch im Frühjahr einen "KunstKaufLADEN" eröffnen, in dem Kunst für jedermann und für jeden Geldbeutel angeboten werden soll. Verkauft werden sollen dort Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region. "Wir wollen Kunst dort aber nicht nur verkaufen, sondern auch erlebbar machen und den Austausch fördern", umreißt Bieberle, der betont: "Wir planen keine Galerie, in der man Kunst nur anschauen kann, sondern eine Art Supermarkt mit hohem Erlebniswert."
 
Unter der Überschrift "Hanau aufLADEN" finden sich aber nicht nur Ideen für neue Einzelhandelskonzepte, sondern auch Hilfsangebote zur Unterstützung des Bestands. "Wir werden um jeden Einzelhändler, um jeden Gastronomen kämpfen", betont Kaminsky. Klar sei dabei: Die Unternehmen müssten bereit sein, sich neu auszurichten. Das gilt insbesondere für das Thema Online. "Corona hat nochmal ganz deutlich gezeigt, dass Händler im Netz zu finden sein müssen und in der Lage sein müssen, über die neuen Medien mit ihren Kundinnen und Kunden zu kommunizieren", erläutert Bieberle. Deshalb wird die HMG noch im Februar ein entsprechendes Unterstützungsprojekt starten. Im Rahmen eines "Online-Checks" werden digitale Angebote interessierter Händler von Experten analysiert. Daraus werden Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge abgeleitet. "Der Check ist für die Teilnehmer kostenlos, etwaige Maßnahmen zur Verbesserung des Online-Auftritts werden wir zudem finanziell unterstützen", erklärt Bieberle. Die HMG will auf diesem Weg auch Bedarfe ermitteln und sich im zweiten Halbjahr mit der Frage beschäftigen, ob und wenn ja welche zentralen Plattformen sich die Hanauer Händler wünschen. "Unsere Maßnahmen sollen immer zielgerichtet sein", unterstreicht der Oberbürgermeister.
 
Diese Zielgenauigkeit hat die Stadt im Herbst des vergangenen Jahres mit der Grimmscheck-Aktion unter Beweis gestellt, in deren Rahmen ein Umsatz von mindestens 12 Millionen Euro ausgelöst wurde. "Angesichts des großen Erfolgs dieser Aktion werden wir sie natürlich wiederholen", betont Kaminsky. Der genaue Zeitpunkt sei noch offen, zunächst müssten die Öffnungsschritte abgewartet werden. "Wir wollen diese Aktion aber im Frühjahr neu auflegen", kündigt der OB an.
 
Geplant sind auch zwei Sonder-Grimmschecks: für den Wochenmarkt und für die Gastronomie. "Insbesondere die Gastronomie ist schwer getroffen, Deshalb wollen wir sie besonders unterstützen", sagt der Oberbürgermeister. Die Subventionierung baulicher Veränderungen, die im Zusammenhang mit den Corona-Auflagen stehen, werde ebenso fortgesetzt, wie der Erlass der Gebühren für die Außenflächen. Zudem stellt die Stadt einen Topf zur Verfügung, aus dem die Anschaffung der von Heraeus entwickelten Luftreiniger bezuschusst wird. "Heraeus wird für alle Hanauer Einzelhändler und Gastronomen Sonderkonditionen anbieten – wir werden die ersten 100 Betriebe aber nochmal zusätzlich unterstützen", kündigt Kaminsky an. Zudem werde die Stadt über ihr Hygiene-Team natürlich alle intensiv beraten, welche Hygiene-Auflagen bei der Wiedereröffnung zu beachten sind. Denn die Pandemie werde auch in den kommenden Monaten das Leben begleiten. "Für das Jahr 2021 ist Zuversicht erlaubt, wir werden an unserer Grundhaltung, dass Hanau in der Mannschaft ‚FC Vorsicht‘ spielt, aber festhalten", sagt der Oberbürgermeister.
 
"Wir werden Handel und Gastronomie in vielfacher Weise bei der Wiedereröffnung unterstützen", verspricht HMG-Geschäftsführer Bieberle, betont dabei aber auch: "Im Sinne der Nachhaltigkeit für den Standort erwarten wir von jenen, die Subventionen bekommen, aber auch, dass sie an den Aktionen der Stadt teilnehmen, dass sie Grimmscheck-Partner werden und dass sie die Kernöffnungszeiten einhalten." Man werde diese Voraussetzungen künftig in den Fördergeld-Anträgen verankern, kündigt Bieberle an, stellt dabei aber klar: "Die Teilnahmen werden den Antragsteller natürlich nichts kosten."
 
Dass die Rückkehr zu mehr Normalität im Veranstaltungsbereich noch etwas länger auf sich warten lassen wird, ist für die Stadt sicher. Aber auch für diesen Bereich sind die Planungen bereits weit vorangeschritten. "Klar ist: Noch ein Jahr, in dem wir alle Veranstaltungen absagen, wird es nicht geben", verspricht der Oberbürgermeister. Wenn es die Corona-Lage nicht zulasse, Veranstaltungen vor Publikum durchzuführen, werde man in jedem Fall prüfen, inwieweit sie online realisierbar seien. "Wir haben mit der Marke und dem Konzept von ‚Hanau Daheim‘ ein Angebot geschaffen, das bundesweit Beachtung findet und das wir auf jeden Fall beibehalten werden", so der OB. Er gibt sich gleichfalls zuversichtlich: "Mitte Mai sollen die Brüder Grimm Festspiele beginnen – und welche Veranstaltung ist besser dazu geeignet, ein Signal der Hoffnung zu setzen? Deshalb haben wir den Vorverkauf gestartet - auch wenn zunächst nur 250 Plätze zur Verfügung stehen werden."
 
Ein besonderes Hilfsprogramm mit dem Titel "Hanau macht Musik" ist auch für Musikerinnen und Musiker in Planung – denn, so Kaminsky, auch diese Branche leide immens unter dem Lockdown. Die Stadt will deshalb eine gewisse Zahl an Musikern für eine gewisse Zahl an Konzerten verpflichten und ihnen, auch mit Vorauszahlungen, etwas mehr Planungssicherheit bieten. Die Künstler sollen dann im Rahmen der städtischen Aktionen und Veranstaltungen auftreten – oder bei interessierten Einzelhändlern und Gastronomen. "Unser musikalischer Adventskalender hat gezeigt, dass der Solidaritätsgedanke zwischen Handel und Musik ausgeprägt ist – darauf wollen wir aufsetzen", erläutert Bieberle.
 
Da abzusehen ist, dass zumindest die großen Feste und Veranstaltungen im ersten Halbjahr kaum durchführbar sein werden, will sich die Stadt zudem um mobile und dezentrale Angebote kümmern. So soll mit einem Bauwagen eine "mobile Veranstaltungsstätte" angeschafft werden, die von Vereinen und Initiativen genutzt werden kann, damit sie ihre Feste durchführen können. Zudem prüft die Stadt gerade intensiv, wo im Stadtgebiet Outdoor-Veranstaltungsflächen geschaffen oder unterstützt werden können. "Wir werden dabei helfen, dass kleine Formate realisiert werden können", betont Bieberle. Dies gelte natürlich auch für die Erstellung von Hygienekonzepten. "Unser Hygiene-Team wird jeden dabei unterstützen, der es möchte."
 
Für die umfangreichen Maßnahmen sind im städtischen Haushalt bereits 1,2 Millionen Euro bereit gestellt worden, weitere Finanzmittel sollen aus den Budgets der jeweiligen Fachbereiche organisiert werden. "Und wir sind sehr zuversichtlich, dass wir auch Fördergelder von Bund und Land bekommen", erklärt der Oberbürgermeister. Sowohl in Berlin als und in Wiesbaden seien in den vergangenen Wochen millionenschwere Hilfsprogramme für die Innenstädte angekündigt worden. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Hanau handelt. Mit einem detaillierten Plan für den Neustart", so Kaminsky, der sich auch für die parteienübergreifende Unterstützung in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung bedankt. "Die Menschen erwarten in Zeiten wie diesen zurecht gemeinsames Arbeiten", erklärt der Oberbürgermeister. Und Handel und Gastronomie erwarteten – ebenfalls zurecht – dass die zugesagten Hilfsgelder auch flössen. Kaminsky: "Die Hilfen, die Bund und Länder zugesichert haben, müssen endlich bei den Betroffenen ankommen – schnell und unbürokratisch. Weitere Hängepartien werden viele nicht überleben. Und es wird nicht dauerhaft vermittelbar sein, dass organisatorische und politische Defizite bei der Beschaffung und Bereitstellung von Impfstoffen zu Lasten ganzer Bereiche der Volkswirtschaft gehen."